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PRP – was ist es und wie wird es gewonnen?

Plättchenreiches Plasma (PRP) bietet zwar ein Überangebot an Molekülen des Gerinnungssystems wie Fibrinogen oder Prothrombin, gefolgt von einem Überfluss von essenziellen Nährstoffen und verschiedenen bioaktiven Molekülen, aber darunter versteht man jedoch vor allem einen autologen Thrombozytenkonzentrat. Thrombozyten spielen eine zentrale Rolle für die therapeutische Anwendbarkeit und Wirksamkeit von PRP, denn diese setzen zahlreiche Wachstumsfaktoren, Zytokine und Chemokine frei und lösen damit eine Fülle von Effekten an der zu behandelnde Stelle aus, wie Anlockung von Immun- und Stammzellen, Aktivierung der Zelldifferenzierung, Geweberegeneration, Vaskularisation des geschädigten Gewebes etc.

Zur PRP-Herstellung nimmt man einem Patienten mittels BD-Vacutainer-Blutentnahmesystem zellschonend 10-60 ml venöses Blut ab. Anschließend wird das Eigenblut in sogenannten PRP-Röhrchen wenige Minuten zentrifugiert. Durch die im Zuge der Zentrifugation entstandene hundertfache oder sogar über tausendfache Verstärkung der Schwerkraft wird das Blut in drei Fraktionen entsprechend ihres spezifischen Gewichts aufgetrennt:


-    Rote Blutkörperchen, oder Erythrozyten, die etwa 99% aller Blutzellen ausmachen und 37-49% des Blutvolumens (Hämatokrit) betragen, werden aufgrund ihrer Schwere zu Boden des Röhrchens gedrückt.

-    Die mittlere Schicht, der sogenannte Buffy-Coat, der weniger als 1 % des zentrifugierten Blutes ausmacht, ist nur wenige Millimeter dick und liegt oberhalb der Blutkörperchen-Fraktion. Hier sind weiße Blutkörperchen wie Mono¬zyten, Lymphozyten und Thrombozyten zu finden.

-    Die oberste Schicht bildet das sogenannte plättchenarmes Plasma, dessen Anteil im Vollblut in der Regel im Bereich 50-60% variiert.

Nach Abschluss dieses Zentrifugationsvorganges werden die gewünschten Fraktionen abgesaugt und bei vielen Verfahren mit einem zweiten Zentrifugationsschritt zur Gewinnung benötigter Thrombozytenkonzentration aufgetrennt. Abhängig davon, ob die Grenzschicht in weiteren Schritten mitverwendet oder verworfen wird, entstehen leukozytenreiche oder -arme PRPs (lr-PRP und lp-PRP, entsprechend). Auf diesem Hintergrund baut die Plasmolifting-Technologie auf dem Einsatz eines hocheffektiven und patentierten Trenngels und bietet somit ein sehr einfaches, sicheres und effizientes Ein-Schritt-Verfahren zur Gewinnung hochkonzentrierter Thrombozytenkonzentrate.

PRP-was ist in einer Injektion alles drin zu finden?

PRP und PRP sind ja nicht immer das Gleiche und die genaue Zusammensetzung in einer Injektion hängt ja von vielen Variablen ab. Je nachdem, wie das Vollbluts vor der Zentrifugation entnommen bzw. behandelt, welches Zentrifugationsprotokoll (rpm und Zentrifugationszeit) eingesetzt wurde, welche Zusatzstoffe zugegeben wurden und auch individuell abhängig von jeweiligem Patienten kann die Zusammensetzung des späteren Präparats sowohl in Bezug auf Thrombozyten-, Leukozytengehalt, als auch andere zugesetzte oder autologe Blutkomponente sehr stark variieren.

Thrombozytenzahl

Im peripheren Blut eines Normalspenders findet man 150,000 bis 350,000 Thrombozyten pro Mikroliter (μl). In PRP werden jedoch die Thrombozytenkonzentrationen erreicht, die das Niveau des Blutspiegels um das 2,5- und bis 9-fache bis auf über eine Million Zellen per μl übersteigen (1).

Aber die Frage, welche Konzentration an Thrombozyten optimal wäre, lässt sich nach dem Motto „je mehr desto besser“ nicht beantworten: Mit der höchstmöglichen Thrombozytenkonzentration kann man nicht unbedingt auch bessere therapeutische Wirkung erzielen. In einer Studie wurde zum Beispiel gezeigt, dass mit einer 2,5-fachen Konzentration ein besseres Ergebnis als mit höheren Konzentrationen, die das Zellwachstum jedoch gehemmt haben, erreicht werden konnte (2). Zur differenzierten Beantwortung der Frage sind weitere Forschungen nötig.

Leukozytenzahl

Leukozyten oder weiße Blutkörperchen sind die Zellen des angeborenen Immunsystems und leisten im Körper vor allem Abwehr von Krankheitserregern. Aber ob die Anwesenheit von Leukozyten im PRP die gewünschte therapeutische Wirkung verbessern kann, ist kontrovers und bis heute wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Einigen Experten zufolge verhindert die übermäßige lokale Anzahl von weißen Blutkörperchen den Heilungsvorgang des Gewebes, indem sie eine katabole und entzündliche Stoffwechsellage begünstigen, was möglicherweise zu lang bestehenden Entzündungen, Narbenbildung und sogar Schäden an nahegelegenen Geweben führen könnte (3). Andere Experten vertreten jedoch die Ansicht, dass leukozytenreiches Milieu zwar keine wesentlich schnellere Gewebeheilung bewirkt, jedoch aber keine negativen und eher positive Auswirkungen auf den Heilungsvorgang ausüben würde.

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